Die Wortfiliale – Buchhandel für Selfpublisher

Buchhandel für Selfpublisher

Kennt ihr eigentlich schon die Wortfiliale? Nicht? Das ist der Onlineshop für Selfpublisher und Kleinstverlage. Und die tollste Nachricht ist, dass dort immer noch neue Autoren gesucht werden.

Mit der Idee und der Umsetzung des Projekts bietet Florian uns die Chance, einen Leserkreis zu erschließen. Indiebooks und -autor:innen sind bereits seit einiger Zeit im Internet präsenter und letztendlich auch auf solche Angebote angewiesen, um Umsätze zu generieren. Daher ist es uns eine Freude und ein Bedürfnis, euch auf solche Projekte aufmerksam zu machen.

Welche Genres sind vertreten?

Aus dem belletristischen Bereich ist alles vertreten. Sachbücher werden von der Wortfiliale nicht ins Sortiment genommen. Von Herzschmerz bis Horror sind also Bücher in dieser speziellen Buchhandlung vertreten, die entweder von den Autor:innen im Selbstverlag herausgegeben wurden oder aber in Kleinstverlagen erschienen sind.

Wer kauft in der Wortfiliale?

Leser:innen mit einen ausgesprochen gutem Lesegeschmack natürlich. Sie wissen, dass sie unter den Werken der oft  noch unbekannten Autor:innen wahre Perlen finden können und sind bereit, diese zu suchen. In der Wortfiliale werden sie fündig. Das liegt unter anderem daran, dass der Anbieter eine Vorauswahl trifft und die Bücher zum Teil auch in den sozialen Medien bewirbt.

Wie kommt man denn auf die Idee, eine Wortfiliale zu eröffnen?

So wie ich Florians Text verstehe, hat er den suchenden Kunden verstanden und sein Flehen erhört. Denn er hat ja Recht. Wer von uns war nicht schon überfordert, wenn er in einer Buchhandlung ein Buch gesucht und nicht gefunden hat. Natürlich beraten die Buchhändler vor Ort gern, aber sie kennen die Perlen von uns Selfpublishern ja gar nicht, weil sie die Schaufenster mit angeblichen Bestsellern zupflastern und diese dadurch zu Bestsellern machen. Am Ende geht es den Kunden vielleicht so wie mir. Eine liebe Freundkollegin die wusste, dass ich gerne lese, ließ sich von der Buchhändlerin deren Lieblingsbuch verkaufen. Das Zimthaus. Ich weiß es noch wie heute, dabei ist das mindestens zehn, eher zwanzig Jahre her. Ich konnte mit dem Buch rein gar nichts anfangen, was nicht heißt, dass es schlecht ist. Es hat seine Fans gefunden, nur mich nicht gewonnen. Dabei kam es aus dem bekannten Heyne Verlag, von dem ich zahlreiche Bücher gelesen und für gut befunden habe. Ich frage mich seitdem wirklich: Fand sie es tatsächlich gut oder wollte sie es loswerden? In der Wortfiliale kann dir sowas nicht passieren: Denn Florian nimmt nur Bücher ins Sortiment, zu denen er raten kann und statt sie loswerden zu wollen, hat er ggf. zu tun, sie nachliefern zu lassen, denn wir SP-ler:innen wissen alle, wie lange es dauern kann, bis das gedruckte Exemplar endlich eintrifft.

Florian sagt dazu: Die Wortfiliale beruht auf meiner Frage, wie man Leser:innen und SP-ler:innen zusammenbringen kann. Ich bin selbst auch SP-ler und kenne somit auch die Schwierigkeiten auf dem Markt. So kam die Idee auf, eine zentrale Anlaufstelle für hochwertige Bücher von Selfpublisher:innen und Autor:innen von Kleinverlagen zu eröffnen. Es sind Bücher, mit Geschichten nicht nur im Buch, sondern auch drum herum. Wichtig ist für mich dabei der persönliche Konrakt zu den jeweiligen Autor:innen. So können auch mal Sonderaktionen oder Sonderwünsche von Leser:innen erfüllt werden.

Was müssen Autor:innen tun, um in die Wortfiliale zu kommen?

In Kontakt treten. Was sonst. Wichtig: Ihr werdet da nicht automatisch mit allen Büchern präsentiert, sondern nur mit denen, die ihr dort anmeldet. Das heißt, dass sorgsam vorausgewählt und gut begründet sein sollte, warum dein Buch in der Wortfiliale erhältlich sein sollte.

Neben den Informationen zu den Büchern, stellt ihr euch selbst vor und schickt ggf. die Links zu euren Webseiten usw. Kontakt kann via Mail, Twitter, Facebook,Whatsapp etc. aufgenommen werden.

Und was kostet der Spaß?

Ewige Dankbarkeit natürlich! Spaß beiseite. Florian nimmt kein Geld dafür. Er steht noch am Anfang seines Projektes und wünscht sich vielmehr gegenseitige Unterstützung. Den Austausch mit uns Autor:innen und das Teilen von Informationen, Events, Tweeds etc. Vielleicht auch so etwas wie ihr hier gerade lest: einen Blogbeitrag auf deiner Webseite und die Verlinkung zum Produkt in der Wortfiliale.

Gegenseitige Wertschätzung

Ich persönlich bin froh und dankbar, dass Menschen wie Florian die Arbeit von unbekannten Autor:innen schätzen und fördern. Das veranlasst mich selbstverständlich dazu, seine Arbeit auch zu schätzen und fördern zu wollen. Das wünsche ich mir von euch auch. Bedenkt bitte, dass jeder Kontakt Zeit kostet und seid geduldig, wenn ihr mit Florian in Kontakt tretet. Klar gönne ich ihm den Run auf seine Wortfiliale und vielleicht könnt ihr euch die Zeit beim Stöbern in seinem Shop vertreiben, bis ihr eine Antwort von ihm bekommt. Und nicht nur sehen, dass er euch eine kostenfreie Plattform bietet, sondern dass er auch verkaufen will und muss. Ich hab mir jedenfalls vorgenommen in seinem Shop, für die vierte Messe ein Buchpaket zusammenzustellen, und zu verlosen. Ihr könnt mitbestimmen in welchem Genre ich stöbern soll. Der Gutschein hierfür ist schon gekauft!

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In welchem Genre wünscht du dir am ehesten ein Bücherpaket? Auslosung erfolgt in der 4. OBM für SP (Maximal 2 Antworten)
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Fazit

Der Erfolg von Autor:innen hängt natürlich auch vom Marketing ab. Aber mindestens ebenso von seiner Persönlichkeit und der Art, wie er mit anderen aus der Branche umgeht. Kooperation statt Konkurrenz ist ein Motto, das sowohl die Textgemeinschaft wie auch die Wortfiliale hinter ihrer Grundidee sehen. Gemeinsam erreichen wir viel, auch ohne Geld investieren zu müssen. Projekte wie die Wortfiliale zeigen es.