Reimkrimi – Tod durch Eis Essen

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4 Kommentare

  1. 15

    Dem Eberhard dem war so heiß,
    da dachte er sich – Jetzt ein Eis!
    Gedacht, geholt und dran geschleckt.
    Schön frisch und wie das lecker schmeckt!

    Schoko ist sein Favorit,
    heut nimmt er noch Vanille mit.
    Und freut sich über den Genuss.
    Doch schnell schon kommt auch der Verdruss.

    Heiß, kalt und Himmel, schlecht wird ihm.
    Denkt’s grade noch und fällt schon hin.
    „Ein Arzt, ein Arzt!“ so schreien Leute,
    doch er ist schon des Todes Beute.

    Das bestätigt auch der Doktor,
    Vermutlich Herzinfarkt, der Faktor,
    mit Sicherheit, das wär gelogen
    wir schicken ihn zum Pathologen.

    Da liegt er nun ganz kalt und bleich
    als potentielle Krimileich.
    Der Pathologe nimmt ihn ins Visier:
    „Die Pupillen, schaun Sie hier!“

    „Verboten weit.“ erkennt
    nach kurzem Blick, der Assistent.
    „Genau und dann noch der Geruch
    nach Arsen, so wie im Lehrbuch.“

    „Giftmord also, doch warum?“
    Da kümmert sich die Kripo drum.
    Der Täter ist ne Täterin,
    kommt denen ganz schnell in den Sinn.

    Männer schlagen eher zu
    oder schießen, Puff, Puff, Puh.
    Gift das nehmen nur die Frauen,
    die können ja nicht so kräftig hauen.

    Befragungen und Ermittlungsarbeit
    geben nicht so richtig Bescheid,
    über Tatmotiv und Umstand,
    weshalb Eberhard den Tod fand.

    War es Zufall, war es Plan,
    von langer Hand oder spontan?
    Es kommt nie raus, bleibt ungeklärt
    solange die Ermittlung währt.

    „Da hilft nur eins“, ruft aus der Chef
    „X,Y ungelöst vom ZDF.“
    So spricht Eislaufrudi in die Kamera,
    ob wer was wüsste, hörte oder sah.

    Die Telefone stehen nicht still,
    jeder was mitteilen will.
    Fakten sind doch kaum dabei
    nur Verdacht und Laberei.

    Das hat also nichts gebracht,
    was haben wir uns nur gedacht?
    Dann schließen wir die Akte nun
    und lassen ihn in Frieden ruhn.

    Der Täter, der bleibt unentdeckt.
    „Ob er wohl gerade ein Eis schleckt?“
    Man weiß es nicht und sucht nicht mehr,
    denkt oft darüber nach, was wär:

    Hätt der Arzt der den Tod erkannt,
    den Infarkt im Totenschein benannt.
    Es wäre so wie’s heute ist:
    Der Eberhard kein Eis mehr frisst.

  2. 3

    Eiskalter Tod

    Reimkrimi von Anja Zachrau

    Eis, Eis, Eis,
    wie kann das nur wieder so heiß sein,
    so ein heißer Scheiß,
    Eis und Wein,
    das lass sein.

    Eis und Kaffee hingegen sehr,
    davon gerne mehr.
    Hitze frisst Gehirn auf,
    Hitze macht aggressiv,
    Hitze macht mich passiv,
    Hitze braucht mich auf.

    Schlapp bin ich,
    müde bin ich,
    komm nicht zur Ruh,
    drum ans kühle Meer ich fuhr.

    Doch zuhause wütete ein Einbrecher,
    er stahl alles,
    doch stolperte der Verbrecher,
    er brach sich den Hals,
    und platt war er.

    Geh wieder in mein Eiscafe,
    sitze bei Eis und Kaffee,
    beobachte, wie die Hitze aggressiv macht,
    und ein Dieb sich an der Tageseinnahme vergreift,
    ein Messer zückt, und fette Beute macht.

    Hitze macht aggressiv,
    Autofahrer fluchen aus dem Auto,
    verprügeln einander,
    einer wird massiv,
    und ersticht seinen Kontrahenten.

    Eiskaffee ist ein Muss,
    Eiskaffee ist ein Hochgenuss,
    ich ersticke fast an der Hitze,
    und träume nur von köstlichen Stollen,
    und dass bald verschwindet der Sommer, der olle.

    Da seh ich, wie am Nachbartisch,
    einer über seinem Eis zusammen bricht.
    Die Ehefrau schreit,
    wer hat meinen Mann vergiftet?
    Was bleibt?
    Ein vergifteter Mann,
    und eine trauernde, rachsüchtige Frau,
    die eines Tages zurück kommt und auf Rache sann.

    Sie tarnte sich als Eishändlerin,
    bot dem Chef neue Sorten Eis an,
    der Besitzer fiel auf sie herein,
    nahm ihr vergiftetes Angebot an,
    und testete ihre neuen Sorten Eis.
    Doch schon brach er über dem Eis zusammen,
    fiel in den Eisbehälter hinein,
    blieb darin liegen,
    und erfror.
    Die Witwe schwor
    ihren Mann zu rächen,
    was sie nun getan.

  3. 6

    Eiskalter Engel

    Sie hatte es ihm leicht gemacht,
    doch er hat stets an sich gedacht:
    Nur hohl noch klang der Liebesschwur,
    beim Fremdgeh’n blieb ihr Gatte stur.

    Jetzt war‘s genug, ihr Plan war klar;
    die Leidenschaft schien wieder da:
    Doch galt sie keinesfalls der Liebe,
    erregt war’n tausend kriminelle Triebe.

    Ihr Gefrierpunkt im Blut war längstens erreicht,
    es gab kein Zurück hinter’s „Ewige Eis“:
    Eine Bombe Glacée wurd’ mit Stickstoff versetzt,
    mit eiskalter Schulter in den Tabubruch gehetzt.

    Jetzt sollte er‘s schlemmen – „Gelati di passione“,
    nebulös musst’ er stürzen von des Gigolos‘ Throne:
    So präsentierte sie‘s ihm im vertrauten Daheim,
    des Augenschmaus-Innerstes blieb ihm geheim.

    Gezischt hat’s kugelrund im engen Bund,
    gab farbenfroh von Aromen kund;
    er freute sich am Blubbern sehr,
    wollt‘ mehr vom molekularen Nebelmeer.

    Der „Eismord“ hat Gestalt gewonnen,
    sein Glück -, in ihrer Hand zerronnen:
    In „Eiszeit“ gipfelte das Wort der Stunde,
    „Frozen Wizzard“ gedankt, erheitert‘s die Runde.

    Extreme Minusgrade haben ihn runtergekühlt,
    und Verdachtsmomente war’n hinweggespült:
    Sein Verstand wurde lüstern effektvoll vernebelt,
    ein Löffel im Eis hat ihm die Zunge geknebelt.

    Gefrostete Lippen im Gifte jetzt schweigend,
    dann ahnte er schon, „der Himmel ist geigend“:
    Sekundenschnell hörte er röchelnd ihn rufen,
    „Dein Platz ist bereit, folg’ auf eisigen Kufen!“

    Mit dem Eis in der Hand triumphierte sie auf,
    seine geweiteten Augen nahm sie reglos in Kauf:
    Ihrem erlösenden Blick er erkaltet entkam,
    die Rezeptur war gelungen, sie legte ihn lahm.

    Die Ermittler durchsuchten die verdächtige Tat,
    doch sie tappten im Dunkel, keine Antwort parat:
    Mit der Liebe zum Eis konnt’ sie Freiheit erringen,
    ihre mörderisch’ Gelüste für‘s Erste bezwingen.

    Fortan wurd’ sie nur noch als eiskalte Witwe erlebt,
    das inn‘re Gefängnis zu verlassen, immer bestrebt:
    Doch ihr frostiges Lachen sich dem Leben verneint,
    gewillt, mit dem Ex-Mann zu sterben, im Eis-Tod vereint

  4. 10

    Das Leben ist schnöde,
    ich hab keine Lust!
    Drei Selbstmordversuche:
    Was mir bleibt, ist Frust.

    Von der Brücke gesprungen,
    das Wasser war tief.
    man hat mich gleich rausgezogen,
    weil einer die Wasserwacht rief.

    Die Idee hatte ich
    mit Selbstmord im Straßenverkehr.
    Kam spät, nur hinter den Bus warf ich mich,
    dann fuhr keiner mehr.

    Schließlich der Klassiker:
    den Föhn in die Wanne!
    Die Sich´rung sprang raus.
    Wieder nur Panne.

    So geb´ ich denn auf
    und muss weiterleben.
    Ich hol mir ein Eis, will endlich
    was Gutes mir geben.

    Das Eis schmeckt köstlich,
    doch schlägt die Kälte mir auf den Magen.
    Ich kippe tot um:
    Kreislaufversagen.

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